Veranstaltung Details
Der römische Goldschmuck aus Lunnern im Kanton Zürich und seine Geschichte. Archäologische Forschungen von 1741 - 2005
— Stefanie Martin-Kilcher, Bern, und Beat Horisberger, Zürich
Der römische Goldschmuck aus Lunnern (heute Gemeinde Obfelden) wurde 1741 zusammen mit Silbermünzen gefunden. Zwar fehlen heute einige Stücke und alle Münzen, doch lässt sich aufgrund archivalischer Quellen der 17-teilige Hort aus der Mitte des 3. Jh.n.Chr. nun vollständig überblicken. Die spannende Fundgeschichte führt mitten in die Zürcher Aufklärung und den Kreis von J.J.Bodmer und J.J.Breitinger, aber auch bis Rom und Paris.
Goldschmuck war in römischer Zeit keineswegs der sozialen Oberschicht vorbehalten, sondern auch eine Frage des Wohlstandes in allen Gesellschaftsschichten. Schmuck entwickelte sich nach dem Vorbild der römischen Oberschicht. Es gab aber auch Neukreationen aus regionalen Werkstätten sowie Weiterentwicklungen aus älteren regionalen Vorbildern. Somit ergeben sich bemerkenswerte Einblicke in die damalige Lebenskultur.
Dank Sondierungen, Feldbegehungen, der Auswertung von Luftbildern und Magnetikmessungen ist es inzwischen auch möglich, die Fundstelle zu interpretieren. Die dichte Bebauung an einer Strasse sowie ein Ensemble mit öffentlichen Gebäuden erlauben es, in Lunnern eine kleinstädtische Siedlung, einen Vicus, zu postulieren.
Goldschmuck war in römischer Zeit keineswegs der sozialen Oberschicht vorbehalten, sondern auch eine Frage des Wohlstandes in allen Gesellschaftsschichten. Schmuck entwickelte sich nach dem Vorbild der römischen Oberschicht. Es gab aber auch Neukreationen aus regionalen Werkstätten sowie Weiterentwicklungen aus älteren regionalen Vorbildern. Somit ergeben sich bemerkenswerte Einblicke in die damalige Lebenskultur.
Dank Sondierungen, Feldbegehungen, der Auswertung von Luftbildern und Magnetikmessungen ist es inzwischen auch möglich, die Fundstelle zu interpretieren. Die dichte Bebauung an einer Strasse sowie ein Ensemble mit öffentlichen Gebäuden erlauben es, in Lunnern eine kleinstädtische Siedlung, einen Vicus, zu postulieren.
17.11.2008, 20:15 Uhr
