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Theo, der Pfeifenraucher. Neues zur anthropologisch-archäologischen Identifizierung eines Pfeifenrauchers aus dem 19. Jahrhundert

— Gerhard Hotz, Basel
Vor mehr als 200 Jahren lebte "Theo" in Basel. Er war ein passionierter Tabakpfeifenraucher und arbeitete wahrscheinlich als Handwerker in einem der vielen Kleingewerbe Basels. Viel zu jung - mit 37 Jahren verstarb "Theo" und wurde auf einem kleinen Friedhof nahe der St. Theodorskirche beerdigt. Der Friedhof, der nur fünfzig Jahre genutzt wurde, gab ihm seinen Namen.
In detektivischer Kleinarbeit haben Anthropologen, Archäologen und Historiker, unterstützt durch das Engagement der Basler Bevölkerung, Mosaiksteinchen um Mosaiksteinchen zu "Theos" Leben zusammengetragen. Aussehen, Gesundheit und persönliche Gewohnheiten wurden und werden wissenschaftlich untersucht. So hat jahrelanges Pfeifenrauchen kreisrunde Löcher in sein Gebiss geschliffen. Mit Hilfe moderner Analysetechnik konnte der Kreis von 4334 möglichen Kandidaten zu "Theo" auf nur noch 20 Personen reduziert werden. Die Detektivarbeit geht weiter und die Forscher hoffen das Geheimnis "Theo" bald lüften zu können, um so einen spannenden Beitrag zur Sozial- und Stadtgeschichte des 19. Jahrhunderts schreiben zu können. Erfahren Sie weitere faszinierende Details zu dieser anthropologischen, archäologischen und historischen Spurensuche.
29.09.2008, 20:15 Uhr