Veranstaltung Details
Ausgrabungen in Manching-Altenfeld. Zwischen Handwerkerviertel und Münzschatz
— Susanne Sievers, Frankfurt a.M.
Zwischen 1996 und 1999 sind in Manching bei Ingolstadt/Donau sechs Hektar des berühmten keltischen Oppidums ausgegraben worden. Das sogenannte Altenfeld grenzt an das Hafenareal und an die Ost-West-Achse durch die 380 ha große Siedlung, ist also von zentraler Bedeutung gewesen. Hier spiegeln sich die Geschichte Manchings, aber auch seine Besonderheiten. So wurde z.B. ein Handwerkerviertel ergraben, in dem Eisen und Bronze bearbeitet und Münzen geprägt worden sind. Auf der anderen Seite lassen herausragende Gebäude und besondere Funde erkennen, dass auch die Oberschicht in Manching präsent war. Ein Münzschatz steht stellvertretend für keltische Gruppen (Boier), die aus Böhmen zugewandert sind, und schließlich ermöglichen zahlreiche Detailbeobachtungen eine Rekonstruktion des alltäglichen Lebens in der Keltenstadt während des 2. und 1. Jahrhunderts v. Chr.
Vor diesem Vortrag findet um 20:00 Uhr unsere Jahresversammlung statt.
18.03.2009, 20:15 Uhr
