Veranstaltung Details
Königsschätze und Prunkgräber - Völkerwanderungszeitliches Gold aus dem Karpatenbecken
— Dieter Quast, Mainz
Die Völkerwanderungszeit wird in der populärwissenschaftlichen Literatur häufig als „goldenes Zeitalter“ beschrieben, und in der Tat sind gerade aus der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts n. Chr. mehrere extrem reich ausgestatte Gräber und Schatzfunde aus dem Karpatenbecken bekannt. Hier im direkten Vorfeld der römischen Donaugrenze hatte sich das hunnische Reich etabliert, in dem u.a. unterworfene germanische Verbände (Gepiden,
Goten) integriert waren. Ständige kriegerische Einfälle ins Römische Reich und römische Jahrgelder, zur Vermeidung von Kriegen, führten zur Anhäufung enormen Reichtums. Wohl zu keiner Zeit wieder floss soviel Gold aus römischen Kassen über die Donau. Die Akkumulation von Gold zeigt sich besonders beeindruckend in den Hortfunden von Pietroasa und Szilágysomlyó, die beide nur Teile barbarischer Königsschätze
darstellen, aber auch in den Prunkgräbern von Apahida in Siebenbürgen und Untersiebenbrunn in Österreich. Nach der Zerschlagung des Hunnenreiches (453) verebbte der Goldzufluss wieder, was sich auch im archäologischen Fundstoff deutlich abzeichnet. Die völkerwanderungszeitlichen Goldfunde des Karpatenbeckens zeigen sehr deutlich die weiträumigen Vernetzungen barbarischer Eliten.
Goten) integriert waren. Ständige kriegerische Einfälle ins Römische Reich und römische Jahrgelder, zur Vermeidung von Kriegen, führten zur Anhäufung enormen Reichtums. Wohl zu keiner Zeit wieder floss soviel Gold aus römischen Kassen über die Donau. Die Akkumulation von Gold zeigt sich besonders beeindruckend in den Hortfunden von Pietroasa und Szilágysomlyó, die beide nur Teile barbarischer Königsschätze
darstellen, aber auch in den Prunkgräbern von Apahida in Siebenbürgen und Untersiebenbrunn in Österreich. Nach der Zerschlagung des Hunnenreiches (453) verebbte der Goldzufluss wieder, was sich auch im archäologischen Fundstoff deutlich abzeichnet. Die völkerwanderungszeitlichen Goldfunde des Karpatenbeckens zeigen sehr deutlich die weiträumigen Vernetzungen barbarischer Eliten.
16.02.2009, 20:15 Uhr
